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Brevet 2007

 

Von der Sonne verwöhnt, wurden wir heute, als unser Brevet "Rund um den Nord-Ostsee-Kanal" auf dem Terminplan stand. Nach dem Wetterchaos im letzten Jahr mit Regen und Kälte, hatten wir in diesem Jahr Glück mit dem Wetter zu unserem Brevet. Und das zog 47 Randonneure zum Mittelpunkt. Regenwahrscheinlichkeit 0%, strahlend blauer Himmel und Temperaturen über 20°. Wann haben wir das schon Mal Mitte April in Schleswig-Holstein!

Andrea, Jürgen, Günter und Bernd treffen sich um 6:45 in der Grundschule, um den Start vorzubereiten. Das war ja schon Routine. Und so langsam trudelten die Teilnehmer ein. Neun Nortorfer gingen um 8:00 Uhr an den Start. Neben den altbekannten Langstreckenfahrern wagten sich auch zwei "Neue" auf die Strecke: Günter, Peter, Manni, Olaf, Jens K., Jens Sch. und Bernd hatten ja Marathon-Erfahrung und zur Überraschung tauchte auch Jürgen M. auf - und zwar MIT Helm (bei e-bay ersteigert). Noch Überraschender war die Teilnahme von unserem neuen Mitglied Hartmut Spliedt aus Kleinvollstedt, der gerade erst Mal einen Hunderter gefahren hat, sich die Tour aber zutraute. Alle haben es geschafft - Glückwunsch an unsere beiden Newcomer.

Kurz hinter Westensee, am ersten nennenswerten Hügel hat sich das Feld das erste Mal geteilt. Ab jetzt kann Bernd nur noch über seine Gruppe berichten, denn sechs Nortorfer und zwei Husumer hatten sich zusammen gefunden. Das waren Vorne ging die Post ab. Doch wir fuhren zügig und gleichmäßig nach Kiel, wo es in Suchsdorf über den Kanal ging; das war der nördlichste Punkt auf der Tour. Jetzt ging es immer in Kanal-Nähe Richtung Süden. Ein Abstecher in die Hüttener Berge durfte nicht fehlen, bevor es im Norden von Rendsburg nach Fockbek ging. Nachdem wir Nortorf verlassen hatten, sind Andrea und Jürgen zum einkaufen gefahren und haben fleißig Brote geschmiert, denn bei "Finisher" gab es entgegen der Brevet-Gepflogenheiten eine organisierte Pause. Belegte Brote und Getränke wurden dort von Jürgen gereicht; und natürlich Naschis, weil Andrea immer sagt, dass die Jungs das brauchen.

Nach Fockbek wurde unsere Gruppe verdoppelt, aber auch deutlich unruhiger. Und irgendwann passierte das, was zu befürcheten war. Ein Sturz brachte Nina aus Husum zu Fall. Sie zog sich eine große Fleischwunde unterhalb des Knies zu. Zufällig fuhr gerade ein Einsatzwagen des THW vorbei, und die Jungs brachten Nina und ihren Mann Heiko nach Rendsburg ins Krankenhaus. Die Truppe setzte ihren Weg fort, es wurde aber besser gefahren; das hat wohl einigen zu Denken gegeben. In Albersdorf war Stempelkontrolle und wir nutzten die willkommene Pause, um Getränke nachzufassen. Weiter ging es über Grünenthal, wo die letzte Möglichkeit besteht, den Kanal über eine Brücke zu queren; also der südlichste Punkt unserer Tour. Jetzt ging es Richtung Nordost und der leichte aber doch spürbare Gegenwind machte einigen Schwierigkeiten. Um die Gleichmäßigkeit zu bewahren, haben Peter und Bernd sich erbarmt, 20 km vorne zu fahren.

In Osterrönfeld gab es noch ein Mal eine Stempelkontrolle an der Tanke und auch hier wurde die Gelegenheit genutzt, Getränke zu bunkern. Jetzt waren es nur noch 20 km nach Nortorf; zwar gegen den Wind, aber alle waren froh, dass es nicht mehr so weit war. Wir erreichten als letzte Gruppe unser Ziel um 16:10 Uhr; ein 28er Schnitt ist doch für Mitte April akzeptabel. Allerdings erfuhren wir auch, dass die erste Gruppe 1 1/2 Stunden schneller war. Wer`s braucht! Hier wartete auch Nina wieder auf uns. Zum Glück keine ernsthaften Verletzungen; eine Narbe wird sie aber an ihren Sturz erinnern. Zum Abschluss gab es noch Nudeln mit Hack-Soße. Nachdem wir in diesem Jahr mit mehreren Teilnehmern gerechnet hatten, stellten wir von Eigenverpflegung auf Lieferservice um. Schluss mit Nudeln kochen und dafür Leckeres von Beth. Jürgen musste noch für seine Prüfung lernen und hat als "Ersatz" seine Frau Marion zur Essenausgabe geschickt und Gabi hat auch gerne geholfen, sie wollte nicht nur beim Spinning dabei sein. Na ja, und irgendwann ist Mal Schluss. Alle waren drin, alles war aufgeräumt und alles war gut. Hat wieder Mal prima geklappt. Vielen Dank für die Hilfe an Andrea, Marion, Gabi, Jürgen, Günter und Bernd.