Das war eine sehr sehr schöne Etappenfahrt
Unsere Schleswig-Holstein-Rundfahrt
über 600 km vom 10. bis 13. Juni 2011
Mit dabei waren...






1. Tag von Nortorf nach Flensburg
Um 10.00 Uhr starteten wir zu unserer 4-Tage-600-km-Schleswig-Holstein-Rundfahrt mit 11 RSGern. Mit von der Partie sind Andrea, Merle, Sonja, Anselm, Holger, Peter, Günter, Alexander, Eckhard und Bernd. Als Gast haben wir Astrid, eine Freundin von Sonja und Merle dabei. Unser Gepäck wurde in einem PEUGEOT Boxer von Ernst verstaut, den Silvia, die Frau von Anselm, und ihrer Freundin Renate gefahren wird. Anselm hatte alles bestens organisiert, es konnte los gehen. Das Wetter war prächtig, nicht zu warm und ein lauer Wind aus nördlichen Richtungen. Wir fuhren über Westensee nach Landwehr, über Gettorf nach Eckernförde, über Damp nach Kappeln, wo wir eine größere Pause am Hafen und bei einem Edeka-Markt machten. Kreuz und quer durch Angeln ging es nach Flensburg, wo uns Marco, der Mann von Steffi, eine Unterkunft bei der Marine besorgte. 158 km hatten wir auf dem Tacho. Den Abend ließen wir launig beim Italiener ausklingen. Der erste Tag war schon Mal richtig gut!
Bilder des Tages
2. Tag von Flensburg nach Tönning
Wir sitzen beim Chinesen in Tönning, der Wind rauscht immer noch in den Ohren. Er blies mittelmäßig aber stetig und zu 90% von vorne. Aber eigentlich hatten wir Glück. Der Wetterbericht verhieß für Heute überwiegend Regen. Bei Sonnenschein begann unser Tag mit einem gemeinsamen Frühstück in der Flensburger Marineschule. Silvia und Renate hatten alles dazu eingekauft und Kaffee gekocht. Um 9.00 Uhr ging es los Richtung Westen. Der Himmel war da schon bedeckt, um 10.30 Uhr erreichte uns der erste Schauer; Regenjacken an. Hmm, 3 km weiter war die Straße trocken. Dann ein technischer Halt. Sonja hatte Sitzprobleme, die Sattelstütze sollte runter; ging aber nicht, da sie ziemlich lang war und an den Anlötsockel des Flaschenhalters stieß. Holger machte Herrn Möller aus, der nett sein und ne Säge haben sollte. Herr Möller, Hobby-Mountainbiker, war nett und drehte die Sattelstütze ab. Den Sattel noch ein bisschen nach hinten und ab gings. Etwas ungewohnt für Sonja, aber es ging schon viel besser. Nächster Halt in Dagebüll. Obligates Foto an der Mole und traditioneller Besuch beim Fischimbiss. Nee, war dat schön; da wollten wir eigentlich gar nicht wieder weg. Aber, wir mussten; jetzt ging es nach Süden. Holger lotste uns kurz vor Husum zu seiner Verwandtschaft. Hanne und Kurt hatten eine Kaffeetafel im Garten für uns gedeckt – prima. Und leider mussten wir auch hier irgendwann aufbrechen, zu den letzten Kilometern über Husum nach Tönning. 151 km hatten wir auf dem Tacho. Tja, es gab zwischendurch nur noch einen kleinen Schauer und die Sonne scheint wieder – Glück gehabt.
Bilder des Tages

3. Tag von Tönning nach Lübeck
6.15 Uhr, ein ungewohntes Geräusch weckt uns - Platzregen. Ist nur ein Schauer, denke ich, und dreh mich wieder um. Richtig, um 9.00 Uhr scheint die Sonne und es geht los. Königsetappe, 180 km von Tönning nach Lübeck - von der Nordsee zur Ostsee an der breitesten Stelle. Zunächst ging es zum Eidersperrwerk - Sightseeing mit Gruppenfoto. Mit Seitenwind ging es nach Meldorf und ab dort hatten wir überwiegend Rückenwind. Die Sonne schien gut und es wurde richtig warm. In Kellinghusen trafen wir unser Begleitfahrzeug, Mittagspause nach 90 km. Anselm hatte schöne Nebenwege ausgesucht und wir schlängelten uns über Bad Bramstedt, an Bad Segeberg vorbei Richtung Lübeck. Das Tempo wurde extra moderat gehalten, damit wir an den kleinen Hügeln immer schön zusammen bleiben. Vor Zarpen hatten wir erstmals einen Blick auf Lübeck, die Stimmung stieg auf den Höhepunkt. Um kurz vor 18.00 Uhr waren drin, Abendessen in der JH, und ab in den Strandsalon. Nee, war das schön...
Bilder des Tages - Und schaut euch DIESE Zweier-Reihe an!

4. und letzter Tag von Lübeck nach Hause
Schaulaufen an der Ostsee, ein bisschen Holsteinische Schweiz und ab nach Hause. Das hört sich so leicht an, war es aber eigentlich auch. Wir starteten bei strahlendem Sonnenschein um 9.00 Uhr in Lübeck und Anselm führte uns durch das Stadtgebiet nach Travemünde. Von dort ging es nach Haffkrug an der Ostsee entlang. Natürlich nicht ohne ein Mal die Füße ins Wasser gehalten und ein Fischbrötchen gegessen zu haben. Bei all dem Verkehr und den vielen Pausen kamen wir nicht so richtig voran. Jetzt ging es von der Ostsee Richtung Heimat. Da wir uns einen Schlenker über Kirchnüchel sparen und Merle Richtung Plön bringen wollten, fuhren wir auf Nebenwegen nach Eutin. Dort wussten wir nicht so recht weiter aber schwupp tauchte Super-Randonneur Gerald Heiß auf und brachte uns auf den rechten Weg. In Bosau fassten wir noch Mal nach und von dort ging es ohne Pause nach Nortorf. Das Tempo wurde immer höher - Stallgeruch. Wir steigerten unseren Schnitt auf den letzten 50 km um 1 1/2 km/h :-)
Die Tour endete am Marktplatz bei Dino mit einem großen Eis.
Bilder des Tages
Tüühüüß!
Fazit:
Es waren vier super-schöne Tage mit 600 km durch ein tolles Bundesland. Wir hatten nur einen einzigen Platten, aber mehrere wunde Hintern. Und wir hatten viel viel Spaß zusammen. Wie sagte Günni doch: "Die Truppe muss stimmen. Elf Freunde sind wir - dann kann man die 10 anderen Spasemacken auch ertragen." Großen Respekt an Andrea. Sie sitzt erst seit drei Wochen wieder auf dem Rad und meisterte bravourös die 600 km fast aus dem Stand. Lob auch an Astrid, die zwar allgemein fit ist, ihre Jahreskilometer an diesem Wochenende aber verdoppelt hat. Alle haben prima durchgehalten, wir haben im Tempo immer Rücksicht genommen. Und vielen Dank an Anselm, der das ganz prima organisiert hat und an Silvia und Renate für den Support. Das war bestimmt nicht die letzte Etappenfahrt...