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03. Oktober 2012

Die Bilder des Tages sind in der Galerie zu finden

Der neue „Almabtrieb“ war eine Klasse-Veranstaltung, die sehr viel gelobt wurde. An unserer „Außenstelle“ Schwentinental startete die letzte RTF der Saison und bildete ein Highlight zum Abschluss. 330 Starter konnten wir am 03. Oktober begrüßen und auch dieses terminliche Experiment scheint gelungen.
Also, nächstes Jahr dann wieder am 03. Oktober 2013.


Kleine Exkursion: Früher (Ende der 90er) startete der „Almabtrieb“ in Felde unter der Regie von Bernd, damals noch RTF-Fachwart der RG Kiel. Als er die Veranstaltung aufgeben wollte, er wohnte bereits in Nortorf und löste sich von der RG, stellten sich Holger und Peter für die Weiterführung bereit. Damit wanderte der „Almabtrieb“ nach Raisdorf.  Für die RG Kiel, Holger und Peter waren mittlerweile auch Nortorfer, organisierten sie Jahre lang die Veranstaltung und bauten sie zu einer festen Größe im RTF-Kalender aus. Für die RG wurde es immer schwieriger, die Helfer für die Veranstaltung zu motivieren und so war die RG ganz froh, als das Übernahmeangebot aus Nortorf kam. Raisdorf ist ja zwischenzeitlich zu unsrer Außenstelle geworden und so passt es gut, dass wir dort auch eine RTF durchführen. Aber einfach so übernehmen ist natürlich zuuuu einfach. Also wurde die Veranstaltung überarbeitet, es gab eine komplett neue Strecke mit drei neuen Depots und sogar einer 150er-Schleife.

In Raisdorf werkelten einige RSGer und die Familie Lassen, in Fiefbergen konnten wir den RSC Probstei als Unterstützer gewinnen, in Fargau blieb eine Truppe der RG Kiel dem Unternehmen treu und in Lütjenburg übernahm (mittlerweile auch) Großfamilie Schmidt die Regie. Auf der Strecke sorgten Peter, Herman, Bernd und Ingo von der RG für eine perfekte Ausschilderung. JensT und Günter fuhren als Letzte hinterher und räumten die Strecke. Vielen Dank an alle Helfer – ihr seid bei einer tollen Premiere dabei gewesen.

Das Unternehmen „Almabtrieb“ begann bereits am Montag, als Holger, Herman und Bernd den Radsport-Keller in Nortorf räumten. Was da so alles an Equipment gebraucht wird… aber es ist ja alles da. Am Dienstag sind Holger und Herman Einkaufen gefahren. Derweil klingelte Peter durch: „Die Genehmigung vom Kreis ist da!“ Da wir am Dienstag noch nicht in die Uttoxeter-Halle konnten, begann der Mittwoch bereits um 6.00 Uhr mit dem Aufbau in der Halle. 10 Leute waren schon da und sorgten für eine reibungslose Vorbereitung. Langsam trudelten die ersten Teilnehmer ein. Seit Dienstag-Mittag war es weitestgehend trocken und auch heute Vormittag sollte es trocken bleiben. Diese Aussicht zog 330 Starter an. Es war frisch, etwas windig und leicht wolkig. Im Laufe des Vormittags nahmen die Wolken zu und mit ihnen frischte auch der Wind merklich auf. Vereinzelt bargen einige Wolken feuchte Luft, die sie zeitweilig auf die Erde niederließen, aber im Prinzip galt der Tag als trocken. Noch während der Aufräumphase um kurz vor 17 Uhr begann es richtig zu regnen – Punktlandung. Oder Glück gehabt?
 
 
 
Um 9.00 Uhr ließ Holger die Radler auf die Strecke. Es ging über die Oppendorfer Mühle nach Flüggendorf, am Dobersdorfer See vorbei nach Probsteierhagen und zum ersten Depot nach Fiefbergen, wo unter der Regie des RSC Probstei im dortigen Feuerwehrhaus die erste Stärkung zu sich genommen werden konnte. Hier befand sich auch nach 21 km die erste Streckenteilung. Wer jetzt auf die ganz kurze Tour ging, verpasste das erste Highlight. Alle anderen Touren gingen nämlich über Wisch nach Heidkate zur Ostsee. Hier durften wir hinter dem Deich direkt an der Ostsee entlang fahren – 7,6 km bis zu den berühmten Fischerhütten am Stakendorfer Strand. Dann ging es ins Landesinnere über Krummbek nach Bendfeld, wo sich die zweite, nicht zu übersehende, Streckenteilung befand. Für die 70er ging es über Pratjau nach Fargau, zum traditionellen Almabtrieb-Depot in der „Alten Schule“. Die 110er und 150er durften das zweite Highlight genießen – den Hessenstein. Den kann man für unsere Verhältnisse schon als Berg bezeichnen. Von dort ging es hinunter nach Lütjenburg zum Exclusiv-Depot bei der Feuerwehr. In Lütjemburg-Süd befand sich die nächste Streckenteilung. Ein besonderes Leckerchen fanden die vor, die auf die 150er-Schleife gingen. Eine sehr hügelige Runde bis nahe an den Bungsberg, schöne kleine Wege über Gut Klethkamp nach Nessendorf, der Ostseeblick hinter Kaköhl über Hohwacht und Sehlendorf, Hohwacht, Behrensdorf, das berühmte „Stöfser Joch“ und der Blick von Stöfs über den Großen Binnensee, Hohwacht und die Ostsee nach Weißenhäuser Strand. Wer sich das hat entgehen lassen, war selber schuld. Wieder in Lütjenburg, wurden die 150er ein zweites Mal, excellent verpflegt. Auf ganz ruhigen Nebenwegen ging es links und rechts der B202 nach Giekau und am Selenter See entlang nach Fargau, wo die Strecken wieder zusammen trafen. Von dort waren es nur noch 23 km nach Raisdorf, wo es zum Abschluss Kaffee und Kuchen gab. Und ganz ganz viel Lob für eine tolle Veranstaltung.
  

Damit war eine lange RTF-Saison beendet, die im April bei uns in Nortorf mit der Frühlings-RTF begann. Eine RTF-Saison im Nortorfer Brötchen, sozusagen. Leider zum vorerst letzten Mal, denn die Frühlings-RTF werden wir nach drei Jahren nicht mehr durchführen. Die Zeit nach dem Giro ist für die Verantwortlichen zu gering und wir haben ja immer noch viele Veranstaltungen wo wir die Hilfe unserer Mitglieder und Freunde benötigen. Das war es dann für dieses Jahr. Die Saison klingt aus und wir freuen uns auf die nächste RTF- und Marathon-Saison.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Gemeinsam für Hans-Jörg“ – 700 Euro konnten an Spenden gesammelt werden, um einen passenden Stammzellen-Spender für unseren Radsportfreund zu finden, der an Leukämie erkrankt ist. Viele RSGer helfen am 27. Oktober bei der Registrierungs-Aktion mit und hoffentlich finden sich unter unseren Mitgliedern und weiteren Radsportler auch viele Freiwillige, die sich typisieren lassen. „Gemeinsam für Hans-Jörg und Andere“