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„Fischbrötchen in Glückstadt“ mit RSG-Mini-Brevet
am 06. April 2013

Hier findet ihr die Strecke an die Elbe   und die Bilder des Tages

Das war ein sehr schöner Brevet nach Glückstadt an die Elbe. OK, etwas gezittert haben wir schon, doch der anscheinend nie enden wollende Winter hat sich rechtzeitig verzogen. Wobei es beim Start um 8.00 Uhr in Nortorf noch -2°C kalt war, aber es lag zumindest kein Schnee mehr. Die Wettervorhersage war hervorragend und sollte (ausnahmsweise?) Recht behalten. Viel Sonne, wenig Wolken, wenig Wind, aber doch recht frisch. So standen 47 Randonneure am Start, von denen 6 den neu und kurzfristig geschaffenen Mini-Brevet über 112 km fahren wollten.

    

Die Strecke stand und führte auf gut ausgebauten, aber wenig befahrenen Straßen gen Süden. In Barmstedt konnten man die erste Pause nach gut 60 km machen, aber für viele Randonneure ist das noch zu früh und so ging es auch zügig weiter. Ein paar Kilometer später kam es zur Streckenteilung, die Fischbrötchen-Fahrer fuhren links Richtung Elmshorn und die Mini-Fahrer geradeaus Richtung Itzehoe. Elmshorn wurde von den Marathonis weiträumig umfahren um in die Krückau- und Elbmarsch zu kommen. Flach wie auf einem Teller radelten wir mit leichtem Rückenwind in Glückstadt ein.

    

Glückstadt ist recht nett angelegt, aber als Unterzentrum an einem Samstag-Mittag auch ziemlich überlaufen. Am Marktplatz erhielten wir zumindest die anvisierten Fischbrötchen. Nun, Fischbrötchen auf einem Marathon, ist schon etwas für Hartgesottene, aber irgendwie gehört das auch dazu. Also runter mit dem Zeugs, auch wenn der Fisch bei Einigen Fahrstuhl gefahren ist und sie auf zahlreichen Kilometern begleitete. Anderen jedoch, wahrscheinlich auch die die schon etwas fitter waren und auch etliche 200er hinter sich hatten, machte das gar nichts aus - was wsind schon 200 km? Kannste jeden Tach fahn! Na ja, irgendwann mussten wir doch weiter und das RSG-Gruppetto machte sich gegen 12.30 Uhr wieder auf den Weg.



Jetzt wurde es jedoch windiger. Zumindest spürten wir den Wind, da er jetzt von vorne kam. Und da er aus nördlichen Richtungen wehte und wir gen Norden mussten, hieß es "Bye bye, Rückenwind". Nicht viel Wind, aber er blies stetig. Das Tempo war ruhig. RuhigesTempo heißt, dass es ruhig in der Gruppe ist. Und man merkte schon, wer ein paar Kilometer oder gar einen Marathon in den Beinen hatte. Zumal es nördlich der Stör auch hügeliger wurde. Ja, es gab mehrere Abkürzungen nach Schenefeld, aber die nehmen WIR nicht! Von anderen wissen wir, dass sie sie genommen haben, aber das ist ja nicht Sinn der Sache - der Weg ist das Ziel, die 200 km. In Schenefeld konnte noch Mal "aufgetankt" werden. Jetzt waren es nur noch 45 km nach Hause. Nein, in Hennstedt fahren wir nicht links, sondern rechts, wie sich das gehört. Einige schauten schon über Kreuz, aber die 200 sind Ehrensache. So waren wir um 16.30 Uhr alle wieder drin - das war für diese Jahrezeit und den Trainingszustand ganz ordentlich.

Von der RSG waren JensT, der letzte Woche fuffzich geworden ist, Onkel Jens, Kalle, Uwe, ClausH, Erik, Peter, Rolf, Ronny, Ansgar und Bernd mit dabei. Besonders stolz bin ich auf Heiko und Jürgen, die eigentlich nur den Mini-Brevet fahren wollten, sich dann unterwegs doch für die große Strecke entschieden haben und durchbeißen mussten. Auch Ronny waren die wenigen Kilometer in diesem Jahr anzusehen. Aber alle haben sich durchgekämpft - Respekt! Die Kilometer und die Erfahrung nimmt euch Keiner mehr.



Nachdem die Radfahrer am Morgen Nortorf verlassen und die Chefin Andrea Kasse und Buchführung abgeschlossen hatte, besorgte sie die extra für uns vom "Seeblick" hergestellte vegetarische und Bolognese-Sauce. Restliche Einkäufe wurden erledigt und schon ging es wieder in die Schule, wo die ersten Rückkehrer bereits um 11.30 Uhr zurück erwartet wurden. Reis musste gekocht werden, Kaffee aufgesetzt, und so banale Sachen wir Wertungskarten stempeln und all so`n Zeugs. Unterstützung bekam sie anschließend von Barbara, die zunächst den Mini-Brevet fuhr und dann "Küchendienst" hatte. Den rückkehrenden Radfahrern fehlte es jedenfalls an nichts. Neben einer guten Dusche, konnte sie nach Herzenslust schlemmen und sich schnell wieder stärken. Die müden Krieder verabschiedeten sich, die Letzten hatten noch die dankbare Aufgabe des Aufräumens. Der Hausmeister hat alles abgenommen und so verließen wir um 18.45 Uhr die Schule. Für Andrea waren das 11 1/2 Stunden "Arbeit" - ein großes Dankeschön dafür...

Und im nächsten Jahr geht es nach BÜSUM
Mit RSG-Mini-Brevet und einer Überraschung!