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Radtourenfahrt "Rund am Mittelpunkt - per Rad"
mit NordCup-Radmarathon und RTF+ am 05. Juni 2016

In der Vorankündigung hieß es bereits: Mit NordCup-Radmarathon, mit RTF+, mit scan&bike und mit DIR.
‚Dir‘ war mit knapp 600 Variationen sehr zahlreich vertreten, es war ein Klasse-RTF-Tag.
Chef-Organisator Bernd Schmidt zog ein positives Resümee.

Resümee 1 – RTF+
Der BDR hat ein Modellprojekt gestartet und als Rahmen ein Zeitfahren innerhalb einer Radtourenfahrt vorgegeben, um den ambitionierten Breitensportler anzusprechen. Die Losung hieß: Macht mal. Das ist natürlich super, denn dann kann man besonders kreativ sein. Für uns stand fest, dass wir ein Zeitfahren abseits der RTF-Strecke durchführen. So haben wir die Strecke des letzten Jahres etwas verlegt und es entstand eine 10 km lange Zeitfahrstrecke. Sie begann 100m hinter einer Abzweigung und endete 200 m bevor man wieder auf die RTF-Strecke kam. In Wirklichkeit sind die Teilnehmer bei RTF+ nur 2 km mehr gefahren, als die „normalen“ RTFler. Möglich war der Start beim Zeitfahren nur für die 110er und 150er-Fahrer, ein Zeitfenster an dem man beim Start sein musste, war vorgegeben. So war Nortorf  bundesweit die erste RTF+.

Was brauchten wir dafür? Einen Starter, einen Posten bei der einzigen Abzweigung und einen Zeitnehmer im Ziel. Preise; statt Pokale haben wir unseren langjährigen Partner B.O.C. gewonnen, der Sachpreise gestiftet hat. Und wir brauchten eine Genehmigung von behördlicher Seite, denn üblicherweise sind Radrennen nur auf vollgesperrten Straßen erlaubt. Aber bei einem Einzelzeitfahren gibt es nicht den Kampf Mann gegen Mann, bei einem Startabstand von minimal 30 Sekunden allenfalls wenige Überholvorgänge. Also auf der Zeitfahrstrecke ist wesentlich weniger los, als auf der RTF-Strecke, und so war die Genehmigung vom Kreis auch kein Problem.

Schwierig war die Bewerbung des Zeitfahrens. Starten konnten wir erst, als die Genehmigung vorlag.  So was hat es ja noch nie gegeben, es gibt keinen Terminkalender dafür, die RTFler wissen zu wenig bis gar nichts darüber. Hier halfen im Moment nur unsere Homepages und Facebook. Selbst Maja hat schon festgestellt, dass aller Anfang schwer für eine kleine Honigbiene ist. So waren wir mit unseren 15 spontanen Startern, sagen wir mal, zufrieden. Es hätte sich auch Keiner melden können, aber dass wir überlaufen werden, war nicht zu erwarten.

Also stellten sich 15 Starter dem Wettbewerb gegen die Uhr und gegen sich selbst. Sie wurden immer zur vollen Minute, so wie sie am Start ankamen, auf die Strecke gelassen und fuhren anschließend entspannt weiter. Im Ziel gab es zu einer festen Zeit die Siegerehrung, die eintrudelnden RTFler bildeten das Publikum. Den Teilnehmern hat das sichtlich Spaß gemacht, es war für sie mal eine besondere Herausforderung. Und wir? Wir sind beim nächsten Mal wieder dabei. Der Aufwand hält sich in Grenzen, der Spaß steht im Vordergrund. Der Grundstein ist gelegt, beim nächsten Mal werden sich schon deutlich mehr Teilnehmer einfinden und es werden sich auch Nachahmer bei anderen Veranstaltungen/Veranstaltern finden. Die Mundzumundpropaganda nimmt ihren Lauf. Viel Spaß bei RTF+


Resümee 2 – scan&bike
Auch scan&bike ist ein BDR-Projekt, das bundesweit schon sehr gut umgesetzt wird, nur der äußerste Norden hält sich etwas zurück. Dazu muss man wissen, dass wir seit Jahren über ein bewährtes System verfügen, unsere in HH und SH bei allen RTFs gültigen „Anmeldezeddel“ – zu Hause oder vor Ort ausfüllen, 5 oder 10 Euro zahlen, die Startkarte und evtl. eine Rückennummern in Empfang nehmen und ab dafür.

Jetzt kommt scan&bike mit einem QR-Code auf der RTF-Wertungskarte, Gastfahrer können sich den QR-Code auch auf der Homepage
www.scan.bike generieren. OK, zunächst war es wenig bekannt, dass wir scan&bike in Nortorf durchführen, den Meisten war gar nicht bekannt, warum der QR-Code auf ihrer Wertungskarte aufgedruckt war. Es war erst das zweite Mal in Schleswig-Holstein, das erste Mal in Nortorf, also nicht kontinuierlich. So habe ich mich als „Werber“ betätigt und die Leute informiert.

98 RTFler haben ihren QR-Code scannen lassen. Gut, der Teilnehmer hat es etwas einfacher, weil er keinen Zeddel mehr ausfüllen muss, ja, ich als Veranstalter habe einen schnelleren Überblick über die Starter und ja, ich hatte schon einen schnellen Drucker. Trotzdem war die Schlange vor dem „normalen“ Counter schneller abgearbeitet, als die vor scan&bike. Und, wir brauchen dafür einen IT-Spezialisten, der Verständnis für die technische Materie hat. Das hatte von uns keiner, oder die die es hatten, mussten woanders sinnvoller eingesetzt werden. So haben wir uns mit Peter Gebhardt einen örtlichen Unternehmer geangelt, der ein Software-Unternehmen hat und gerne bereit war, uns zu helfen. Für ihn war das alles ganz einfach und logisch. Tja und ich bin nur blöder Anwender, für mich muss das funktionieren, und wenn nicht, brauche ich jemanden, der mir hilft. Zu allem Überfluss habe ich auch noch vergessen, die richtige Datei für die Streckenskizze zu generieren und einzuarbeiten, so dass wir die ausgedruckte Version durchstreichen und einen herkömmlichen Streckenplan mitgeben mussten.

Alles in allem. Mehr Aufwand, nicht sichtbarer Ertrag. Unentschieden, mit der Tendenz zu: Never change a running system (wie der ITler sagt). Also zu der Tendenz, scan&bike wohl nicht noch mal zu wiederholen – oder nur zu machen, wenn es alle anderen Veranstalter auch machen (Gruppenzwang).

Resümee 3 – Die Veranstaltung
… ist immer wetterabhängig und das war echt toll. Schon die Vorhersage war prima und so machten sich schlappe 600 Radler auf den Weg nach Nortorf. Mit knapp 200 Radmarathonfahrern und gut 400 RTFlern können wir sehr zufrieden sein. Und auch die neue Strecke ist sehr gut angekommen und wurde viel gelobt, die beiden Depots in Einfeld und Daldorf sind Klasse. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Freiwilligen Feuerwehren in Einfeld und Daldorf, Feuerwehrstationen sind ideal für uns, weil unsere Leute bei schlechtem Wetter trocken stehen und weil alles vor Ort ist: Platz, Toiletten, Tische und Bänke, Wasser, Bier und Korn :-) Dem Vernehmen nach hat das den Feuerwehren auch viel Spaß gemacht und wir haben uns so gut betragen, dass wir im nächsten Jahr wiederkommen dürfen! Daaaaanke an die Feuerwehrkameraden. Unsere knapp 40 Helfer waren mit Spaß im Einsatz und haben den Teilnehmern ein professionelles und dennoch herzliches Gefühl vermittelt.
Tja, was soll man sagen? War leider geil… Danke an Alle.